2/09/2014

Retroprint #20: Schwedenbrücke, nocheinmal

Strombad, 20er Jahre

Wegen des überraschenden interesses ein nachtrag aus dem notorischen schuhkarton ( der ist ziemlich
groß und das ordnungsprinzip in ihm ist stapeln & wühlen in unendlicher abfolge ). Also
nocheinmal die alte Schwedenbrücke aus einer anderen perspektive, aufgenommen vom dach
des im krieg zerstörten hauses Aspernplatz 1. In dessen erdgeschoss befand sich das Café Krystall,
dessen spezialität ein tägliches konzert mit tanz war ( ausgenommen samstag, sonntag und
feiertag ), einheitspreis öS 1,10 ( 1926 ), was bedeutet, daß es sich um einen treffpunkt der betuchteren
publikumskreise gehandelt hat. Wenn man bedenkt, daß das "Siller" und das "Schwedencafé"
gerade einmal 200m entfernt lagen, und bei genauer betrachtung der fotografischen aufnahme
das "Atlashof" wahrnimmt, kann man durchaus behaupten, daß die kaffeeehausdichte in
dieser gegend damals zufriedenstellend genannt werden durfte. ( Das "Fetzer" am
anderen ufer gehörte quasi schon zu einer exotischen sphäre.. )
Gut sichtbar das "Städt. Strombad", man schwamm damals, anders als im heutigen badeschiff,
wirklich im wasser des Donaukanals.
Bemerkenswert der 2.anhänger des O-wagens: offenbar ein "sommerwagen" mit ausgehängten
glasfenstern.

Schwedenbrücke once again, from a different angle. A very good view of the "Strombad",
where people did a quick dive during lunch-break. Unlike today's "Badeschiff", they swam in
the waters of Donaukanal...

Otra de Schwedenbrücke. Mucho tráfico peatonal en el puente, muy poco el motorizado por
el bulevar. Entonces se conducía al modo inglés, por la izquierda ( hasta 1938, el "Anschluss" etc. )
Destaca el "Strombad" ( = balneario del río ), lo que no era mentira, porque allí el agua era el
del Donaukanal. El "Badeschiff" actual no podría permitirse usarla. Había cafés en cada
esquina, porque en la foto se puede ver al "Café Atlashof", que se situaba enfrente del edificio
donde se debía haber posicionado el autor de la toma ( Aspernplatz 1 ), destrozado en la guerra,
pero que albergaba otro café importante, "Krystall".  Este tenía como especialiad concierto de
baile diario, al precio único de 1,10 chelines ( de 1926 ). Cosa de señoritos.

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